Nackte Zahlen. Einsen und Nullen. Ist es das, was unsere Kultur heute definiert? Ich meine nicht nur die ganzen Dinge, die wir auf unserem PC oder in der Cloud speichern oder ins Internet stellen. Unsere gesamte aufgezeichnete Kultur steuert auf eine Digitalisierung zu. Digitale Fotos, digitale Musik, digitale Texte. Digitale Archive. Alles verfügbar auf Speichereinheiten und über Kabel(lose) Verbindungen. Kultur, die man nicht riechen und nicht anfassen kann.
Welche Vorteile es für den Einzelnen hat, wenn Texte digital verfügbar sind, habe ich in einem anderen Blogbeitrag dargelegt. Doch was für das Individuum praktisch ist, ist das gleichzeitig auch wünschenswert für die Kultur als solche? Setzen wir sie nicht einen unberechenbaren Risiko aus, wenn wir alles in Einsen und Nullen übersetzen? Birgt die digitale Technik nicht das Risiko eines Totalverlustes?